reiseimpressionen
- Grazer
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der sechszylinder faucht den asphalt an, hinter mir brüllt eine e-glide ihren dumpfen bass in die landschaft, vermischt mit dem heiseren röhren eines magna-v4's und dem weiteren bass einer glide. irgendwie scheint es, als ob sich der asphalt aus angst an den berg schmiegt, dabei wollen wir gar nichts schlechtes, sondern einfach nur seine griffigkeit mit unseren bikes erfahren, und das im wahrsten sinn des wortes...
die sonne brennt das lochmuster der fingerlosen in meine haut, das reisegepäck fest auf die wing geschnallt, doch irgendwie etwas mehr trägheit als sonst verspürend, so schlängeln wir uns dem gewundenen asphaltband den berg entlang, jeder bewegung eine gegenbewegung folgend, rauf, runter, links, rechts, mit schwung, damit der kraftschluß am kardan bestehen bleibt und die bewegungen ihre eleganz behalten, ihre flüssigkeit, ihre optische grazilität...
immer der sonne entgegen, zumindest hat es so den anschein, wohin wir fahren, ist nicht wirklich wichtig, hauptsache, die fahrt macht allen freude! klar, wir haben ein ziel, doch der weg, der ist unklar, nicht wirklich festgelegt, eigentlich geht es immer der nase nach in die richtung, in der das ziel vermutet wird. und mit ein wenig glück könnten wir es auch erreichen, wenn nicht, kein problem, wir sind frei, richtig frei!
irgendwie könnte das fahren eintönig werden, doch das gegenteil tritt ein, mit jedem kilometer mehr steigt die freude am fahren! mal ein sanftes brummeln, wenn es aus der kehre heraus runter geht, dann wieder ein heiseres fauchen, wenn in der kehre ein anstieg erfolgt und nur mehr mit dezenter beschleunigung die senkrechte erreichbar scheint, gleichzeitig aber auch die verbindung zwischen den kehren möglichst rasch hinter uns liegen soll, immer begleitet von den bässen der v-motoren hinter mir, sodaß der boxer eigentlich nur den flüsteranteil der synfonie der motoren macht. sozusagen "musik liegt in der luft"...
hin und wieder ein metallisches kratzen, wenn entweder fußrasten, trittbretter oder krümmer bodenkontakt bekommen, nur dezent unterbrochen vom jammern und trommeln der dunlops... frischer wind im gesicht, damit die sonne nicht so spürbar ist, dazu der geruch der freien landschaft und der kühle der berge und täler, alles in allem, genau so stellen wir uns den geruch der freiheit vor!
nach gefühlten zwei stunden dezentes schlängeln auf 1500m oder mehr, keine ahnung, ist aber auch wurscht, kommt irgendwie der wunsch nach zumindest 500m gerade, nur um einmal ein wenig die arme ausschütteln zu können, oder eine kleine einbuchtung, an der man sich mal ein rauchopfer an den gott der tabakindustrie ins gesicht stecken könnte... im gegensatz zur landläufigen meinung, eine wing ist nicht unterkellert, hat weder einen whirlpool noch eine obenliegende mikrowelle oder einen elektrisch verstellbaren aschenbecher...
eine andere impression: vor mir mein freund mit seiner eintopf-enduro, die beinahe trotzig ihr stakkato in den berg hämmert, hinter mir die zwei glides, gefolgt von einer älteren transe, die ebenfalls brav den berg hinauf klettert. die straße, sofern man das flickwerk so nennen mag, windet sich mit gepflasterten kehren, die noch dazu sehr eng und sehr bucklig sind, in haarnadelkurven den berg hinauf. rund 50 kehren sollen es sein, vielleicht auch mehr, keinesfalls jedoch weniger, wenn man den schildern vertraut. eng, bucklig, kurvig, innendurchmesser der kehren um die 2m, dazu das flickwerk im kopfsteinpflaster, gefolgt von brüchigem und nur notdürftig ausgebesserten asphaltflecken, die die kehren verbinden. jeder meter hinauf fühlt sich an wie ein kleiner sieg, wobei ein sieg noch lange nicht den gewinn der schlacht bedeutet.
gangwechsel bis hinunter in den ersten gang sind normal, vor allem in den rechtskehren, da ist die zweite zu lange und die wing beginnt wie eine bockige gams nach außen zu springen, lurzfristig, wenn die verbindung länger ist und durch einen wald führt, darf es dann auch mal zur entspannung die dritte sein, doch dann folgt beinahe schlagartig wieder eine kehre, die wing um die kehre würgend, die beiden harley's hinter mir kämpfen auch, nur die zwei enduros, der eintopf vor mir und die transe am ende, die scheinen kaum mühe zu haben, zumindest nicht mit den engen kurvenradien, dafür aber mit den steigungen... der anblick der landschaft hingegen ist der lohn für die harte arbeit, wunderschön breiten sich täler und wälder im sonnenlicht aus, geben den gedanken den weg in unberührte märchenlandschaften vor, gaukeln uns unberührtheit und wildnis vor, dazwischen ein paar verträumte häuser, klöster und andere bauten, wie fremdkörper von zivilisation zeugend...
dann beinahe wie das tor in eine andere welt den höchsten punkt überschritten und in weit geschwungenen kurven auf wunderschönem und beinahe jungfräulichem asphalt dem tal entgegen stürzend, zurück in die welt der eilgen menschen, nicht ahnend, welche schönheit sie umgibt... in sanften schwüngen gleiten wir zwischen felder, wiesen und wäldern zurück ins tal... sanft schnurrt der sechszylinder, vor mir das bollern des eintopfs und hinter mir das freundschaftliche donnern der v-motoren, und dazu saugt die landschaft meine blicke auf! ja, auch das ist eine form unserer freiheit! unsere freiheit, die es uns erlaubt, all das zu erleben und zu fühlen, um dann in wohligen tagträumen abends genußvoll in den schlaf zu sinken...
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immer der sonne entgegen, zumindest hat es so den anschein, wohin wir fahren, ist nicht wirklich wichtig, hauptsache, die fahrt macht allen freude! klar, wir haben ein ziel, doch der weg, der ist unklar, nicht wirklich festgelegt, eigentlich geht es immer der nase nach in die richtung, in der das ziel vermutet wird. und mit ein wenig glück könnten wir es auch erreichen, wenn nicht, kein problem, wir sind frei, richtig frei!
irgendwie könnte das fahren eintönig werden, doch das gegenteil tritt ein, mit jedem kilometer mehr steigt die freude am fahren! mal ein sanftes brummeln, wenn es aus der kehre heraus runter geht, dann wieder ein heiseres fauchen, wenn in der kehre ein anstieg erfolgt und nur mehr mit dezenter beschleunigung die senkrechte erreichbar scheint, gleichzeitig aber auch die verbindung zwischen den kehren möglichst rasch hinter uns liegen soll, immer begleitet von den bässen der v-motoren hinter mir, sodaß der boxer eigentlich nur den flüsteranteil der synfonie der motoren macht. sozusagen "musik liegt in der luft"...
hin und wieder ein metallisches kratzen, wenn entweder fußrasten, trittbretter oder krümmer bodenkontakt bekommen, nur dezent unterbrochen vom jammern und trommeln der dunlops... frischer wind im gesicht, damit die sonne nicht so spürbar ist, dazu der geruch der freien landschaft und der kühle der berge und täler, alles in allem, genau so stellen wir uns den geruch der freiheit vor!
nach gefühlten zwei stunden dezentes schlängeln auf 1500m oder mehr, keine ahnung, ist aber auch wurscht, kommt irgendwie der wunsch nach zumindest 500m gerade, nur um einmal ein wenig die arme ausschütteln zu können, oder eine kleine einbuchtung, an der man sich mal ein rauchopfer an den gott der tabakindustrie ins gesicht stecken könnte... im gegensatz zur landläufigen meinung, eine wing ist nicht unterkellert, hat weder einen whirlpool noch eine obenliegende mikrowelle oder einen elektrisch verstellbaren aschenbecher...
eine andere impression: vor mir mein freund mit seiner eintopf-enduro, die beinahe trotzig ihr stakkato in den berg hämmert, hinter mir die zwei glides, gefolgt von einer älteren transe, die ebenfalls brav den berg hinauf klettert. die straße, sofern man das flickwerk so nennen mag, windet sich mit gepflasterten kehren, die noch dazu sehr eng und sehr bucklig sind, in haarnadelkurven den berg hinauf. rund 50 kehren sollen es sein, vielleicht auch mehr, keinesfalls jedoch weniger, wenn man den schildern vertraut. eng, bucklig, kurvig, innendurchmesser der kehren um die 2m, dazu das flickwerk im kopfsteinpflaster, gefolgt von brüchigem und nur notdürftig ausgebesserten asphaltflecken, die die kehren verbinden. jeder meter hinauf fühlt sich an wie ein kleiner sieg, wobei ein sieg noch lange nicht den gewinn der schlacht bedeutet.
gangwechsel bis hinunter in den ersten gang sind normal, vor allem in den rechtskehren, da ist die zweite zu lange und die wing beginnt wie eine bockige gams nach außen zu springen, lurzfristig, wenn die verbindung länger ist und durch einen wald führt, darf es dann auch mal zur entspannung die dritte sein, doch dann folgt beinahe schlagartig wieder eine kehre, die wing um die kehre würgend, die beiden harley's hinter mir kämpfen auch, nur die zwei enduros, der eintopf vor mir und die transe am ende, die scheinen kaum mühe zu haben, zumindest nicht mit den engen kurvenradien, dafür aber mit den steigungen... der anblick der landschaft hingegen ist der lohn für die harte arbeit, wunderschön breiten sich täler und wälder im sonnenlicht aus, geben den gedanken den weg in unberührte märchenlandschaften vor, gaukeln uns unberührtheit und wildnis vor, dazwischen ein paar verträumte häuser, klöster und andere bauten, wie fremdkörper von zivilisation zeugend...
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einmal honda, immer honda! drei deauvilles in einem motorrad: Honda Goldwing GL1500/6SE!
die homepage für alle motorradverrückten!!! da könnt ihr noch was lernen!!!
- peter+petra
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Re: reiseimpressionen
Hallo Mario,
schöne Geschichte, an Dir ist ein Schriftsteller verloren gegangen.
l.gr.Peter
schöne Geschichte, an Dir ist ein Schriftsteller verloren gegangen.
l.gr.Peter
l.gr.Peter+Petra
Genieße das Leben ständig, denn Du bist länger tot als lebendig.
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Re: reiseimpressionen
Schön zu sehen/lesen, dass es auch Romantiker unter den Technikern gibt!
Schönes Stimmungsbild! (wer hat da jetzt beim Lesen keine Passfahrt vor dem geistigen Auge gehabt?)
Schönes Stimmungsbild! (wer hat da jetzt beim Lesen keine Passfahrt vor dem geistigen Auge gehabt?)
Liebe Grüße aus dem Waldviertel
Gerhard
2007 - 2011 NT650 Deauville ........... 37.000 km
2012 - 2023 XL1000 Varadero ........ 100.000 km
seit 2024 CRF1100 AfricaTwin ......... 22.000 km

Gerhard
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- Grazer
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Re: reiseimpressionen
danke für die blumen, aber verlorengegangen ist da nix, ich kann nur nicht davon leben!peter+petra hat geschrieben:Hallo Mario,
schöne Geschichte, an Dir ist ein Schriftsteller verloren gegangen.
l.gr.Peter

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Re: reiseimpressionen
ok,
kontonr. her und jeder der es lesen will muß zahlen.
l.gr.peter
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l.gr.peter
l.gr.Peter+Petra
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ernstili
Re: reiseimpressionen
hallo mario,
eine sehr gelungene beschreibung einer ausfahrt.
ich geh gleich in die garage und dreh eine runde.
lg ernst
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Re: reiseimpressionen
ernstili hat geschrieben:...ich geh gleich in die garage und dreh eine runde.
lg ernst
bist schon auf der Suche nach einer Harbach-Alternative?
Liebe Grüße aus dem Waldviertel
Gerhard
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Gerhard
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Re: reiseimpressionen
Hallo Grazer!
Ich bin von deinen Ausführungen ganz begeistert!!!!
Das liest sich ja wirklich wie ein Auszug aus einem Biker-Roman!
Fass doch deine "Ergüsse" einmal zusammen und "binden"!
Wär ein tolles Präsent für Biker!
lg
Andreas
Ich bin von deinen Ausführungen ganz begeistert!!!!
Das liest sich ja wirklich wie ein Auszug aus einem Biker-Roman!
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lg
Andreas
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Re: reiseimpressionen
naja, so schlimm ist's nicht, ich kann derweilen noch von meinem alltagsjob recht gut leben... wer weiß, vielleicht werde ich im nächsten leben nur literat???peter+petra hat geschrieben:ok,
kontonr. her und jeder der es lesen will muß zahlen.
l.gr.peter
das ist mit sehr viel aufwand verbunden! und dann erst mal einen verlag suchen, der den ganzen holler auch verlegen und verscheppern will... danke, die erfahrung hab' ich schon hinter mir, ein zweites mal mach' ich's nimmer... aber wenn jemand da kontakte hätte, ich wär' der letzte, der sich zu schreiben weigert...anpla hat geschrieben:Das liest sich ja wirklich wie ein Auszug aus einem Biker-Roman!
Fass doch deine "Ergüsse" einmal zusammen und "binden"!
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lg
Andreas

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Re: reiseimpressionen
anpla hat geschrieben:Das liest sich ja wirklich wie ein Auszug aus einem Biker-Roman!
Fass doch deine "Ergüsse" einmal zusammen und "binden"!
lg
Andreas
Also, das Buchbinden könnte ich übernehmen (nur bei kleiner Auflage und großer Geduld
Liebe Grüße aus dem Waldviertel
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ernstili
Re: reiseimpressionen
ich bemüh michsani_08 hat geschrieben: bist schon auf der Suche nach einer Harbach-Alternative?
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Re: reiseimpressionen
Super geschrieben, und lässt Stimmung aufkommen
Gratuliere und Gruß Martin
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Achtung Hufe, Schaf links!
- carlos
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Re: reiseimpressionen
Hi,
danke, brauch ab jetzt kein Buch mehr kaufen, lasse mich gerne in diese --- eine fast andere Welt,
in die Welt der Träume verführen.
Gut so, gratuliere, nur so weiter.................
Recht liebe Grüße
Carlos
danke, brauch ab jetzt kein Buch mehr kaufen, lasse mich gerne in diese --- eine fast andere Welt,
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Gut so, gratuliere, nur so weiter.................
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Carlos
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Re: reiseimpressionen
dann bin ich ja mal neugierig, wie groß die nachfrage bzw. schlußendlich die erste auflage sein wird... im bedarfsfall hätte ich einige stories auf vorrat... und nicht alle hattet ihr schon mal hier zu lesen!sani_08 hat geschrieben:anpla hat geschrieben:Das liest sich ja wirklich wie ein Auszug aus einem Biker-Roman!
Fass doch deine "Ergüsse" einmal zusammen und "binden"!
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Andreas
Also, das Buchbinden könnte ich übernehmen (nur bei kleiner Auflage und großer Geduld)

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