Eigentlich wollten wir nach der Durchquerung der Schweiz im französischem Zentralmassiv ein paar schöne Touren fahren. Aber es hat immer wieder geregnet (auch mehrmals täglich) und es war in den Bergen sehr kalt. Oberhalb von 900 m Höhe herrschte meist dichtester Nebel. Zudem schwächelte mein Navi etwas. Die Software war zwar in Ordnung, aber die Hardware streikte ein bisschen
Während des Regens stellten wir uns je nach Möglichkeit meist irgendwo trocken unter und nutzten die Zeit sinnvoll für eine kleine standesgemäße französische Jause. Der Jausentisch wurde von mir übrigens bereits zum Weltpatent angemeldet.

In der Hoffnung, dass sich das Wetter bessert, sind wir dann entlang der Dordogne weiter in Richtung Atlantikküste gefahren. Bis Bordeaux sahen wir aber kaum einmal blauen Himmel und die Fahrbahn war fast immer naß. Ab dort besserte sich dann das Wetter merklich. Es schien jeden Tag die Sonne und es hatte Temperaturen so um die 30 Grad.
Wir fuhren dann in mehreren Tagesetappen die Atlantikküste entlang in Richtung Norden bis Nantes. Von dort dann über das Landesinnere (Cognac) wieder zurück nach Bordeaux. Da wir auf der Hinfahrt wegen des schlechten Wetters kaum etwas vom wirklich schönen Tal der Dordogne gesehen hatten, schauten wir uns dieses noch einmal bei bestem Bikerwetter an.
Von Clermont-Ferrand fuhren wir dann über Burgund nach Colmar und von dort weiter über Schaffhausen (Besuch der Rheinfälle) und über das Südufer des Bodensees wieder zurück nach Vorarlberg. In Bludenz hat uns dann unsere persönliche Regenwolke wieder entdeckt und wir mussten ein starkes Gewitter abwarten. Dann fuhren war aber doch noch bei sehr guten Wetterverhältnissen und trockener Fahrbahn über den Arlberg bis Landeck.
Da wir noch ein paar Tage Zeit hatten, beschlossen wir noch über das Kühtai und in weiterer Folge über den Gerlos, den Großglockner und die Nockalm heimzufahren. Am Gerlos wurden wir aber dann wieder einmal vom Regen eingeholt. Wir fuhren weiter bis Zell am See. In der Hoffnung auf besseres Wetter nächtigten wir dort noch einmal. Am nächsten Tag hatten wir dann wirklich ein Wetter das für die Befahrung des Großgockners besser nicht sein könnte.
Auf der Nockalm, wie könnte es anders sein, begann es wieder einmal zu regnen. Nach dem Regen fuhren wir weiter über das Klippitztörl (wieder etwas Regen) nach Bad St.Leonhard, wo wir noch kurz Petra und Peter beim Kuren besuchten.
Wir sind insgesamt 5800 km gefahren. Die Reifen (Metzeler Roadtec Z6 Interact) haben zwar gehalten, sind aber nun fertig gefahren.
Gruß Gerhard




