Reisebericht Rundreise Wien - Glockner - Wien
Verfasst: Mittwoch, 4. August 2010, 17:37
Hallo Deauvilleros !
Nockalm, Glockner und Südbayern von Freitag 30.Juli – Sonntag 1.August 2010.
Endlich haben wir es geschafft unsere lange geplante Großglocknertour auszuführen. Drei Mann hoch wagten wir unser Adventure. Wir kommen allesamt aus Wien. Unsere Rundreise sollte über Gloggnitz, Judenburg, Murau zur Nockalm weiter zum Glockner nach Südbayern und über Salzburg zurück über die Westautobahn nach Wien führen.
Am Anreisetag Freitag, gestaltete sich das Wetter feucht und recht regnerisch. Klärte erst kurz nach Mittags, wo wir uns schon auf der Nockalm befanden etwas auf. In Winklern nähe Lienz ca.30km vor Heiligenblut übernachteten wir. Samstags wurden wir dafür mit traumhaftem Wetter am Glockner für die nasse Anreise entschädigt. Sonntags in Südbayern und auf der Heimreise, super Wetter, schon wieder etwas heiß, aber noch erträglich.
Mein schwarzer Hengst Deauville NT 700 musste sich auf der Nockalm und der Großglockner-Hochalpenstrasse gegen eine Suzuki Bandit 650 S und eine 1000-er Varadero behaupten. Wie nicht anders erwartet, bestand er Pflicht und Kür mit Bravour, hielt bis zum Ende des Parcours beginnend in Heiligenblut Kassa – Hochtor – Fuscher-Törl - Edelweißspitze – Retour nach Schöneck – Kaiser Franz Josefs Hütte (Pasterze) – wieder Retour zum Hochtor - Fuscher-Törl – Piffkar – Ende Wildpark Kassa, ohne Probleme durch.
Trotz kräfteraubenden Serpentinen und Steigungen, die recht forciert geritten wurden, kam er nie übermäßig ins Schwitzen und begnügte sich in diesem Abschnitt mit unglaublich sparsamen 4,3 kg Hafer auf 100 km. Im Gegensatz zum Reiter, der auf diversen Raststationen seine Defizite ausgleichen musste, zeigte das Ross keine nennenswerten Verschleißerscheinungen und Flüssigkeitsverluste. Endkontrolle des hinteren Hufbeschlages ergab eine gleichmäßige Abnützung über die gesamte Breite mit minimalster Randreserve.
Weiter ging es dann über Kitzbühel nach Bayern, wo wir dann in Bischofswiesen nahe Berchtesgaden das 2. Mal übernachteten. Sonntags noch beim Königssee vorbeigeschaut. Heimreise über die Westautobahn verlief problemlos, wenig Verkehrsaufkommen, hohe Reisegeschwindigkeit. Kleiner Stau bei Westeinfahrt Auhof gegen 13 Uhr. Ankunft in Wien Brigittenau. Beim Wirten ums’ Eck noch ein kleiner Abschlusstrunk.
Resümee der Reise: In Anbetracht der Tatsache das mein schwarzer Hengst nicht mit übermäßiger Kraft gesegnet und nicht zu den Leichtgewichten seiner Gattung zählt, hat sich auf dieser teilweise extrem belastender Strecke, sehr gut geschlagen. Komfortables, entspanntes Reisen, und wenn’s drauf ankommt mit guten Leistungsreserven aufgrund seines V-Doppelherzens. Das Ganze bei geringen Haltungskosten für den Reiter. Auf der Gesamtstrecke von 1150km kam ich mit 4,7 kg Hafer auf 100 km aus. Alles in allem genommen ist er ein super Mittelklassepferdchen mit kleinen oben genannten Schwächen, die aber im Normalbetrieb nicht besonders ins Gewicht fallen.
Kleine Reisetipps: Keine Angst vor scheinbar übermächtiger Kongruenz, ordentlich Sporen geben, Zügel gefühlvoll aber mit Nachdruck führen. Hinterhanddämpfung wegen Reisegepäck und ungleicher Gewichtsverteilung ziemlich straff abstimmen, da sonst bei kräftigen Berganfahrten die Vorderhand leicht wird und Bodenkontakt verliert. Hufdruck vorne/hinten belastungsabhängig erhöhen. Ich ritt mit 0,2bar über normal. Bergab besser die Zügel einmal kräftig zurückreißen als permanent ziehen.
So, das war’s. Ich hoffe mit diesem kleinen Reisebericht eine Hilfestellung gegeben zu haben und den einen oder anderen Zweifel ausgeräumt zu haben.
LG Kronos
Anbei noch eine Collage der Glocknerfahrt.
Nockalm, Glockner und Südbayern von Freitag 30.Juli – Sonntag 1.August 2010.
Endlich haben wir es geschafft unsere lange geplante Großglocknertour auszuführen. Drei Mann hoch wagten wir unser Adventure. Wir kommen allesamt aus Wien. Unsere Rundreise sollte über Gloggnitz, Judenburg, Murau zur Nockalm weiter zum Glockner nach Südbayern und über Salzburg zurück über die Westautobahn nach Wien führen.
Am Anreisetag Freitag, gestaltete sich das Wetter feucht und recht regnerisch. Klärte erst kurz nach Mittags, wo wir uns schon auf der Nockalm befanden etwas auf. In Winklern nähe Lienz ca.30km vor Heiligenblut übernachteten wir. Samstags wurden wir dafür mit traumhaftem Wetter am Glockner für die nasse Anreise entschädigt. Sonntags in Südbayern und auf der Heimreise, super Wetter, schon wieder etwas heiß, aber noch erträglich.
Mein schwarzer Hengst Deauville NT 700 musste sich auf der Nockalm und der Großglockner-Hochalpenstrasse gegen eine Suzuki Bandit 650 S und eine 1000-er Varadero behaupten. Wie nicht anders erwartet, bestand er Pflicht und Kür mit Bravour, hielt bis zum Ende des Parcours beginnend in Heiligenblut Kassa – Hochtor – Fuscher-Törl - Edelweißspitze – Retour nach Schöneck – Kaiser Franz Josefs Hütte (Pasterze) – wieder Retour zum Hochtor - Fuscher-Törl – Piffkar – Ende Wildpark Kassa, ohne Probleme durch.
Trotz kräfteraubenden Serpentinen und Steigungen, die recht forciert geritten wurden, kam er nie übermäßig ins Schwitzen und begnügte sich in diesem Abschnitt mit unglaublich sparsamen 4,3 kg Hafer auf 100 km. Im Gegensatz zum Reiter, der auf diversen Raststationen seine Defizite ausgleichen musste, zeigte das Ross keine nennenswerten Verschleißerscheinungen und Flüssigkeitsverluste. Endkontrolle des hinteren Hufbeschlages ergab eine gleichmäßige Abnützung über die gesamte Breite mit minimalster Randreserve.
Weiter ging es dann über Kitzbühel nach Bayern, wo wir dann in Bischofswiesen nahe Berchtesgaden das 2. Mal übernachteten. Sonntags noch beim Königssee vorbeigeschaut. Heimreise über die Westautobahn verlief problemlos, wenig Verkehrsaufkommen, hohe Reisegeschwindigkeit. Kleiner Stau bei Westeinfahrt Auhof gegen 13 Uhr. Ankunft in Wien Brigittenau. Beim Wirten ums’ Eck noch ein kleiner Abschlusstrunk.
Resümee der Reise: In Anbetracht der Tatsache das mein schwarzer Hengst nicht mit übermäßiger Kraft gesegnet und nicht zu den Leichtgewichten seiner Gattung zählt, hat sich auf dieser teilweise extrem belastender Strecke, sehr gut geschlagen. Komfortables, entspanntes Reisen, und wenn’s drauf ankommt mit guten Leistungsreserven aufgrund seines V-Doppelherzens. Das Ganze bei geringen Haltungskosten für den Reiter. Auf der Gesamtstrecke von 1150km kam ich mit 4,7 kg Hafer auf 100 km aus. Alles in allem genommen ist er ein super Mittelklassepferdchen mit kleinen oben genannten Schwächen, die aber im Normalbetrieb nicht besonders ins Gewicht fallen.
Kleine Reisetipps: Keine Angst vor scheinbar übermächtiger Kongruenz, ordentlich Sporen geben, Zügel gefühlvoll aber mit Nachdruck führen. Hinterhanddämpfung wegen Reisegepäck und ungleicher Gewichtsverteilung ziemlich straff abstimmen, da sonst bei kräftigen Berganfahrten die Vorderhand leicht wird und Bodenkontakt verliert. Hufdruck vorne/hinten belastungsabhängig erhöhen. Ich ritt mit 0,2bar über normal. Bergab besser die Zügel einmal kräftig zurückreißen als permanent ziehen.
So, das war’s. Ich hoffe mit diesem kleinen Reisebericht eine Hilfestellung gegeben zu haben und den einen oder anderen Zweifel ausgeräumt zu haben.
LG Kronos
Anbei noch eine Collage der Glocknerfahrt.